Uranentfernungsfilter

Die natürlichen Radionuklide Uran und Radon sind in Gebieten mit erhöhter natürlicher Radioaktivität auch im natürlichen Trinkwasser in geringen Konzentrationen nachweisbar. Während das Edelgas Radon (Richtdosis 100 Bq/l) leicht ausgast und sich durch Belüftung  aus dem Wasser entfernen lässt (z. B. mittels entsprechend gestaltetem Behältereinlauf), muss Uran (Grenzwert 0,010 mg/l) mittels aufbereitungstechnischer Maßnahmen aus dem Wasser entfernt werden.

Als Standardverfahren hat sich das Ionenaustauschverfahren durchgesetzt. Mittels spezieller ionenselektiver stark basischer Harze werden die Sulfat- und Carbonatkomplexe des Urans gebunden und aus dem Wasser entfernt. Uranentfernungsfilter werden im Betrieb nicht regeneriert. Bei Erschöpfung bzw. voll belastetem Filter wird das Material ausgetauscht und in einer externen Anlage regeneriert. Der Materialaustausch mit Transport und die Wiederinbetriebnahme mit Desinfektion müssen ausnahmslos durch sachkundiges Personal erfolgen. Für die richtige Dimensionierung einer Anlage ist eine vollständige Wasseranalyse erforderlich. Uranentfernungsfilter werden in der Regel für eine Betriebsdauer bis zum Materialtausch von rund 3 Jahren ausgelegt.

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