UV-Anlagentechnik

Bestrahlung mit UV-Licht

Die Desinfektion von Wasser mit UV-Licht ist ein physikalischer Prozess. Unter günstigen Voraussetzungen inaktiviert die UV-C Strahlung die Mikroorganismen im Wasser so, dass sich diese nicht mehr vermehren können und absterben. Da es sich um ein physikalisches Verfahren handelt, entstehen bei einer UV-Behandlung keine chemischen bzw. gesundheitsgefährdenden Nebenprodukte.

UV-Anlagen können nur bei trübstofffreiem Wasser effektiv desinfizieren. Bei schwankenden Trübungswerten (z. B. bei Quellwässern) muss gegebenenfalls eine kontinuierliche Trübungsmessung vorgeschaltet werden. Bei Trübungswerten größer 0,3 FNU muss das Wasser verworfen werden. Alternativ ist eine partikelabtrennende Verfahrensstufe wie Schnellfiltration mit Flockungsstufe, Membranfiltration (Mikrofiltration, Ultrafiltration) etc. im Zulauf zu installieren.

Die UV-Behandlung wirkt nur während der Bestrahlungszeit, hat also keinen nachhaltigen Effekt. UV-Anlagen werden oft als letzte Stufe in einer Aufbereitungskette zur betriebsabschließenden Hygienisierung eingesetzt. Im Bereich der Wasseraufbereitung setzen wir vorzugsweise Hg-Niederdruck-Hochleistungsstrahler ein. Die Lebensdauer der Strahler ist begrenzt auf ca. 12.000 bis 14.000 Betriebsstunden. Geprüfte Anlagen verfügen über eine Messsonde zur Überprüfung der Strahlungsstärke. Größere Anlagen können mit einer Leistungsregelung und/oder mit integriertem Reinigungssystem geliefert werden. In speziellen Fällen können die Anlagen auch mit einem chemischen Reinigungssystem ausgerüstet werden.

Wir setzen Anlagen verschiedener Hersteller im Einsatzbereich von 1 m³/h (Kleinanlagen) bis zu 900 m³/h pro Anlage ein. Die Auswahl der geeigneten UV-Anlagen orientiert sich an der jeweils vorliegenden Wasserqualität. Gerne unterstützen wir Sie mit unserer breiten Erfahrung.

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